|
Jobsuche 2009: Aufwändiger - trotzdem lohnend
Im ersten Manpower-Jobausblick auf das neue Jahr gaben immerhin 9 Prozent der heimischen Personalverantwortlichen an, dass sie mehr Leute engagieren wollen. Gleichzeitig müssen 11 Prozent ihren Personalstand reduzieren.
Befragt wurden 752 österreichische Betriebe nach ihren Plänen für das 1. Quartal 2009.
"Auch im nächsten Jahr wird es gute Jobchancen geben", sagt Manpower
Geschäftführer Erich Pichorner, "allerdings müssen sich Bewerber auf
längere Rekrutingzyklen einstellen. Es wird genauer interviewt und
getestet. Mehr Personen als bisher werden in den Entscheidungsprozess
involviert sein. Die Firmen wollen absolut sicher sein, die richtige Wahl
zu treffen." Pichorner stellt den heimischen Personalchefs ein gutes
Zeugnis aus: "Es wird sehr kreativ überlegt, wie man die Krise personell
durchtaucht. Dabei wird nach neuen Ideen gesucht, statt einfach nur
"Angstzusparen" oder linear die Kosten über alle Abteilungen zu kürzen.
Vor allem den Schlüsselkräften wird Vertrauen und Perspektive
signalisiert, um sie zu halten. Man erinnert sich nur zu gut, wie
schwierig es noch vor kurzem war, sie zu finden!"
Jobchancen nach Bundesländern
Drei Bundesländer fallen positiv auf: Die besten Beschäftigungschancen
finden sich im äußersten Westen, in Vorarlberg [Differenz zwischen
Personalaufbau und Einsparungen:+16%]. Auch in Oberösterreich [+9%] und
Niederösterreich [+2%] wird mehr aufgenommen als gekündigt.
Die anderen Länder reduzieren zum Teil kräftig: Tirol, Salzburg [je -4%]
und Kärnten [-5%] im einstelligen Bereich, die Steiermark [-10%], Wien
[-12%] und das Burgenland [-19%] zweistellig. Ein Teil dieser Kündigungen
hat jedoch saisonale Gründe.
Jobchancen nach Wirtschaftssektoren
Fünf Sektoren brauchen zusätzliche Leute, die fünf anderen bauen ab: Die
besten Aussichten haben Arbeitssuchende in der Energieversorgung
[Differenz zwischen Personalaufbau und Einsparungen:+15%], gefolgt von
Gastronomie & Hotellerie [+12%]. Ebenso suchen Betriebe für
unternehmensnahe Dienstleistungen, Kredit- & Versicherungswesen und
Immobilien [+9%] neue Mitarbeiter. Auch am Bau [+6%] wird über den Winter
durchgearbeitet. Ein knappes Plus schafft auch der Handel [+1%] nach dem
Weihnachtsgeschäft.
Umgekehrt sehen Mitarbeiter des Produktionssektors [-1%], von Bergbau &
Rohstoffgewinnung [-5%], Öffentlicher Hand & Soziales [-6%], Verkehr &
Telekommunikation [-8%] und Land- & Forstwirtschaft [-13%] rauen Zeiten
entgegen.
Quelle: pte
Nachricht vom
21.12.08 00:27
|